unsere Kirche

Die Dorfkirche Eiche wurde 1771 von Georg Christian Unger nach Vorstellungen Friedrich II. entworfen. Wie schon in der Hedwigskathedrale in Berlin, der Französischen Kirche in Potsdam und beim Marmorsaal im Schloss Sanssouci nimmt sie die Rundform des Pantheon in Rom als Ausdruck der Toleranzvorstellungen des Königs auf.

Der 30 Meter hohe Turm südlich der Kuppel erhebt sich leuchtend aus dem umgebenden Baumbestand und ist bereits von weitem durch den Glanz des verzinnten Eisenblechs zu sehen. Er steht in Sichtbeziehung zum kurz zuvor errichteten Neuen Palais am Westende des Parkes Sanssouci.

Der Innenraum mit seinen sechs großen Fenstern ist lichtdurchflutet. Acht toskanische Säulen tragen eine umlaufende Empore. Über den paradiesischen Blumen des Fliesenbodens wölbt sich eine zeitweilig auch mit Sternen ausgemalte Kuppel.

1881 ließ Kronprinz Friedrich Wilhelm , der spätere "99-Tage-Kaiser" durch seinen Bauinspektor Emil Gette in Nordrichtung einen zweigeschossigen Anbau anfügen. So wurde der Kirchenraum erweitert und ein zusätzlicher Raum hinter der Empore geschaffen.

Auch der Innenausbau wurde erneuert und der Altar wurde mit einem Aufsatz und einem Abendmahlsgemälde nach Leonardo da Vinci ausgestattet, eine wertvolle Arbeit des Kölners Egidius Mengelberg (1779-1859). Der Taufstein im Zentrum wurde 1960 von dem Bornstedter Steinmetz Max Hamann geschaffen.

1882 wurde die Orgel von der Fa. Wilhelm Sauer (Frankfurt /O.) fertiggestell. Auf Wunsch der aus England stammenden Kronprinzessin Victoria wurden die Prospektpfeifen mit Ornamenten in den englischen Nationalfarben versehen.

An der östlichen Außenwand der Kirche befinden sich zwei Grabmale: für die Kinder des Johann Heinrich Ritz, vermutlich von Michael Christoph Wohler

und für H.C.Eckstein, vermutlich von Johannes Eckstein, beide in der Tradition von Gottfried Schadow.

(Die Sandstein-Plastiken sind im Winter eingehaust).

Die Kirche wurde am Ende des 2. Weltkriegs, am 29. April 1945, stark beschädigt und die silbrig glänzende Turmspitze durch Artilleriebeschuss zerstört. Auf Initiative des Kirchbauvereins konnte er dank öffentlicher Mittel und privater Spenden zur Jahrtausendwende wieder errichtet werden. Auch die Kuppel und die Außenhaut des Bauwerkes wurden in diesem Zusammenhang erneuert. Die Fenster wurden unter Beibehaltung des historischen Bildes gedoppelt und eine Wandheizung eingebaut.

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